Montag, 7. Dezember 2015

[Kritik] Braindead

Originaltitel: Braindead

Alternativtitel: Dead Alive, Der Zombie-Rasenmähermann

Braindead

Handlung:

Der junge Lionel trifft sich heimlich mit seinem Schwarm im Zoo. Beobachtet wird er dabei von seiner herrischen Mutter, die prompt von einem importierten Affen gebissen wird. Ab da geht es Mama garnicht mehr gut und stirbt (scheinbar). Als auch noch Lionels Onkel auftaucht, um etwas vom Erbe abzubekommen, nimmt das Drama seinen Lauf...

Meine Meinung:

Putzig.
Ich weiß, "putzig" ist nicht gerade das Wort das man im Zusammenhang mit Zombiefilmen hören möchte, doch dieser Film ist auf gewisse Art so niedlich, dass es einfach zutrifft.
Aber keine Bange: dieses Machwerk ist garantiert nix für Kinder oder Leute, die kein Blut sehen können. Doch der Reihe nach.
Alles beginnt mit einem geheimnisvollen (weil nicht gezeigten) Affen, der von einer Insel mehr oder weniger (eher mehr) geklaut wird. Dabei muss schon der Tierarzt auf interessante Art sein Leben lassen und wir ahnen bereits, dass er nicht das einzige Opfer bleibt.
Dann lernen wir erst einmal die Hauptpersonen kennen. Die verliebte Paquita, den leicht naiven Lionel und dessen herrische Mutter, die sich durchaus mit der Mutter von Norman Bates messen kann.
Beim netten Ausflug in den Zoo bekommen wir auch die Wurzel des folgenden Übels zu Gesicht: eine haarlose, bissige Kreatur, die wie eine Mischung aus Ratte, Affe und Nacktmull erscheint. Respekt für die gute Animation.
Dann geht alles Schlag auf Schlag. Während seine nun untote Mutter einen nach dem anderen infiziert, versucht Lionel so gut es geht, alles unter Kontrolle zu behalten. Garnicht so einfach, wenn Krankenschwester und Priester ausgerechnet ihren Zombie-Zustand zur Zeugung eines Kindes nutzen. So kommt es dann auch zu einer urkomischen Szene im Park, als Lionel versucht der bissigen Zombiebrut Herr zu werden.
Spätestens ab der Hälfte des Films bleibt nur die Pausen-Taste um Getränke zu holen oder loszuwerden, denn die Schnelligkeit mit der dann alles ab läuft, lässt gut nachvollziehen, dass Lionel mehr und mehr die Kontrolle verliert. Als dann auch noch sein Onkel eine Party schmeißt, können wir unsere Augen einfach nicht mehr von dem Bildschirm lösen: mit lustigen Einfällen und "iiiihhhh"-Szenen verwandelt sich einer nach dem anderen in einen Zombie, nur um beim Höhepunkt des Films mithilfe eines Rasenmähers endgültig das Zeitliche zu segnen.
Alles in allem ein sehr guter Film mit unglaublichen Charakteren, irrwitzigen Einfällen und vielen "wtf?"-Szenen. Auch hier wieder mit dabei: die Synchronstimmme von Homer Simpson (Lionels Onkel)

Gute Idee: der Rasenmäher
Schlechte Idee: der Versuch, die Zombiebande mit Gift zu töten
Tollste Szene:
- Zombie-Mutter empfängt ihre Gäste. Bei der Diskussion wie man neue Mitglieder werben könnte, haut der Mann mit der Faust auf den Tisch: "Was wir brauchen, ist ein ordentlicher Krieg!" (ich musste echt lachen)
- die Szene im Park: einfach nur überdreht lustig
- der kickboxende Priester: genial!
Blödeste Szene: -
Logikrätsel: intelligente Zombiegedärme? Wir werden alle sterben!

Fazit: :yes: Spitzen Film mit vielen Gags, lustigen Splatterelementen und tollen Darstellern.

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